Judo Gradierungen - bunte Gürtel - was steckt dahinter?

Judoka weisen ihr zunehmendes technisches Können durch Prüfungen nach. Die Gürtelfarbe sagt also nichts über das kämpferische Können aus.
In den Prüfungen wird unter Mithilfe eines Partners gezeigt, dass bestimmte Techniken beherrscht werden. Die Techniken werden mit zunehmender Graduierung schwieriger und umfangreicher. Nach bestandener Prüfung hat der Judoka das Recht und die Verpflichtung einen entsprechenden farblichen Gürtel zu tragen.
Der Prüfungspartner macht in der Regel auch selbst eine Prüfung, so dass man immer sowohl Techniken anwendet, aber auch derjenige ist, an dem sie angewendet werden. So z.B. wirft man, man wird aber auch geworfen.

Generell wird zwischen Schüler- und Meistergraden unterschieden.

Die 9 Schülergrade

Jeder Schülergrad hat eine andere Farbe. Prinzip: Je dunkler, desto erfahrener ist der Judoka.

Stufe GürtelfarbeMindestalter
8. Kyu  weiß-gelb  7 Jahre
7. Kyugelb   8 Jahre
6. Kyu gelb-orange    9 Jahre
5. Kyuorange 10 Jahre
4. Kyuorange-grün11 Jahre
3. Kyugrün 12 Jahre
2. Kyublau 13 Jahre
1. Kyubraun 14 Jahre

Desweiteren gilt

Im Anschluß daran die Meistergrade

Stufe GürtelfarbeVorbereitungsdauer
1.-5. Danschwarz 2, 3, 4, 5 bzw. 6 Jahre (je 1 Jahr Verkürzung möglich)
6.-8. Danschwarz oder rot-weiß   -
9.-10. Dan  schwarz oder rot -

Für den 1. Dan muss immer eine Prüfung abgelegt werden. Für den 2.-5. Dan in der Regel auch, diese können aber auch verliehen werden. Darüber wird wohl eher verliehen als geprüft. Die WJB WJV-Verfahrensordnung Prüfungswesen (Stand 01.01.2010) sagt dazu nur wenig.

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